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05.08.2010 DPA
Schwangerschaft Dicke Mütter bekommen dicke Kinde
Babybauch: 14 Kilogramm nimmt eine Frau im Laufe der Schwangerschaft zu.
Viel Essen in der Schwangerschaft ist normal, zu viel Essen schadet allerdings dem Kind. Forscher haben herausgefunden, dass übergewichtige Mütter in der Regel auch dicke Babys bekommen. Damit gefährden sie die Gesundheit ihres Nachwuchses - ein Leben lang.
Eingelegte Paprika, Spaghetti Bolognese und noch ein Stückchen Schokokuchen hinterher: Vielen Frauen schmeckt es in der Schwangerschaft besonders gut. Dabei sollten sie jedoch vorsichtig sein. Ein zu großer Appetit gefährdet nicht nur die eigene Gesundheit und Figur, sondern auch das heranwachsende Leben im Bauch. Schon länger existiert die Vermutung, dass übergewichtige Frauen häufig dicke Kinder gebären. Nun haben US-Forscher den Zusammenhang zwischen der Gewichtszunahme in der Schwangerschaft und dem Gewicht des Babys wissenschaftlich bestätigt.
Grundlage für die Studie waren Protokolle von allen Geburten, die zwischen den Jahren 1989 und 2003 in Michigan und New Jersey stattfanden. In die tatsächliche Auswertung schaffte es jedoch nur ein Bruchteil der Fälle: Um genetische Faktoren auszuschließen, betrachteten die Forscher ausschließlich Mütter mit zwei oder mehr Kindern. Desweiteren strichen sie Geburten, bei denen die Kinder zu früh oder zu spät auf die Welt gekommen waren. Übrig blieben 513.501 Frauen mit 1.164.750 Neugeborenen.
Von ihnen analysierten die Mediziner jeweils das Gewicht zu Beginn sowie am Ende der Schwangerschaft und verglichen es mit dem des Kindes. Im Durchschnitt hatten die Frauen rund 14 Kilogramm zugelegt, ein eigentlich gesunder Wert. Doch in der Gruppe gab es viele Ausreißer nach oben und nach unten: Bei rund 12 Prozent der Geburten brachten die Frauen über 20 Kilogramm mehr auf die Waage als noch neun Monate zuvor, berichten die Mediziner im Fachmagazin "Lancet". Ebenfalls 12 Prozent betrug der Anteil der Babys mit einem zu hohen Geburtsgewicht von mehr als 4 Kilogramm - viele davon stammten von den stämmigen Frauen.
"Der Zusammenhang hat sich auch bestätigt, als wir das Geburtsgewicht von Geschwistern miteinander verglichen", sagt David Ludwig vom Children's Hospital in Boston, einer der beiden Autoren der Studie. "Hatten die Mütter mehr Gewicht zugelegt, bekamen sie auch schwerere Kinder. So konnten wir genetische Ursachen ausschließen." Verglichen mit den Schwangeren, die bei der Geburt nur 8 bis 10 Kilo schwerer waren, hatten werdende Mütter mit einer Gewichtszunahme von 20 bis 22 Kilogramm ein 1,7-fach erhöhtes Risiko für ein Baby mit Übergewicht. Bei den Frauen, die mehr als 24 Kilogramm zugelegt hatten, war das Risiko sogar 2,3-fach erhöht. Diese Zusammenhänge blieben auch bestehen, wenn Frauen aus der Studie ausgeschlossen wurden, die Raucher waren oder einen Kaiserschnitt bekommen hatten.
Das überflüssige Gewicht macht dem Körper von moppeligen Kindern stark zu schaffen. "Ein hohes Geburtsgewicht erhöht das Risiko, auch im späteren Leben unter Übergewicht zu leiden und Krankheiten wie Krebs und Asthma zu entwickeln", erzählt Ludwig. Es sei normal, dass Babys mit etwas Speck geboren werden. Ein Baby mit zu viel Speck spreche jedoch dafür, dass sich der Fötus im Mutterleib in einer schädlichen Umgebung entwickelt habe. Die Forscher fordern, das Gewicht von Schwangeren in Zukunft genau zu kontrollieren.
In den USA existieren bereits Richtlinien dafür, wie viele Kilos eine werdende Mutter zulegen sollte. Darin heißt es, dass normalgewichtige Frauen von Beginn der Schwagerschaft bis hin zur Niederkunft rund 11 bis 16 Kilogramm zunehmen sollten, untergewichtige rund 13 bis 18 Kilogramm und übergewichtige rund 7 bis 11,5 Kilogramm. Vielleicht werden solche generellen Regelungen bald überall existieren, hoffen zumindest die Forscher.
Dr. Edith Wolber Pressesprecherin des Deutschen Hebammenverbandes e.V. 74909 Meckesheim Bergstraße 3
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Brief von Martina Klenk zum Schiedsstellenverfahren und den letzten Gebührenverhandlungen:
Linden, 9.7.2010
Liebe Kolleginnen,
heute fanden weitere Verhandlungen zwischen den Hebammenverbänden und dem GKV-SV in Berlin zur Festsetzung der Hebammenvergütung statt. Bezogen auf das Gesamtvolumen der Hebammenleistungen beträgt das Erhöhungsvolumen knapp unter 2%. Davon machen geburtshilfliche Leistungen und Leistungen außerhalb der Geburtshilfe jeweils die Hälfte aus. Beispielsweise beträgt die Vergütungserhöhung für einen Wochenbettbesuch 0,50 €. Kürzungen einzelner Vergütungspositionen konnten verhindert werden. Die neue Textierung des Vertrages befindet sich in der Überprüfungsphase. Konkrete Ergebnisse sind nicht vor Dienstag zu erwarten. Wir werden sobald wie möglich in einem weiteren Newsletter informieren. Ende nächster Woche geht der Sommerrundbrief an die Mitglieder in Druck. Wir werden in den nächsten Wochen die Öffentlichkeit über die Unzulänglichkeit des Schiedsstellenverfahrens für die Hebammenvergütung informieren, um weiter Druck auf die Politik aufzubauen. Zwei erfolgreiche Mahnwachen mit guter Medienresonanz haben bereits stattgefunden. Es ist für unseren Berufsstand von existenzieller Bedeutung jetzt nicht aufzugeben!
Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende
Martina Klenk
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Liebe Hebammen!
Wir sind dabei! Schockiert durch die Dramatik und die Verschärfung der Arbeits- und Versicherungssituation der freiberuflichen Hebammen rufen wir auf kidsgo.de alle Schwangeren, alle Mütter, alle Einrichtungen in unserem Netzwerk auf, die . Siehe: http://www.kidsgo.de/schwangerschaft-schwanger-33/hebammen-brauchen-unterstuetzung.php
Direkte Ansprache ist zudem notwendig! Der kidsgo-Brief an Angela Merkel kann von jeder Mutter als Download genutzt und zum individuellen Protest eingesetzt werden. Auch wird es in den kommenden Tagen einen kidsgo-Newsletter, die kidsgo-Familienpost, geben, der all unsere Leserinnen über die neuesten Entwicklungen aufklärt, auf die geplanten Aktionen und den kidsgo-Brief hinweist und zum Mitmachen auffordert. Wie können wir Sie noch unterstützen? Haben Sie Ideen, Aktionen über die wir berichten sollen? Schreiben Sie mir! Und tragen Sie lokale Termine und Aktionen als Kommentar direkt unten in die Seite auf kidsgo.de ein!
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